Zinsbarometer zur Anschlussfinanzierung

Eine Finanzierung für das Eigenheim oder die Eigentumswohnung hat in der Regel eine Laufzeit von 25 – 30 Jahren. Hierbei ist es jedoch so, dass es sich um sogenannte Annuitätendarlehen handelt, die in zeitlichen Abständen neu ausgehandelt und erneut abgeschlossen werden müssen. Meist erfolgt die Anschlussfinanzierung in einem Zeitrahmen von 5 – 10 Jahren, d. h., dass es in diesem Fall bis zu sechs separate Finanzierungen für die Immobilie gibt.

Viele Eigenheimbesitzer zittern sprichwörtlich, wenn die Anschlussfinanzierung ansteht. Dies ist besonders auch dann der Fall, wenn das Zinsniveau in Bezug auf die vorangegangene Finanzierung deutlich hochgestuft wurde. Denn dann ist es so, dass diese Anschlussfinanzierung für erheblich mehr Kosten und entsprechend weniger Geld in der Haushaltskasse sorgt. Schon Veränderungen in Höhe von einem Prozent im effektiven Jahreszins lässt die monatliche Belastung deutlich steigen.

In der Regel werden vor der Anschlussfinanzierung viele Gespräche mit den unterschiedlichsten Kreditinstituten getätigt, um den bestmöglichen Zinssatz vertraglich festlegen zu lassen. Dies ist nicht immer leicht, denn alle Banken vergeben ihre Kredite nach unterschiedlichen Kriterien, die jedoch nicht immer positiv für den Kreditnehmer ausfallen. So kann beispielsweise auch bei einem noch so guten Zinsniveau ein effektiver Jahreszins unterbreitet werden, der erheblich vom marktüblichen Kapitalpreis abweicht. Hier ist die Bonität des Antragstellers maßgeblich für verantwortlich, denn wird diese als eher negativ bewertet, steigt auch der Zinssatz, denn für die bezogene Bank ergibt sich ein höheres Kreditausfallrisiko.

Viele Bankkunden schauen sich vor Abschluss der Anschlussfinanzierung die sogenannten Zinsbarometer an. Diese zeigen in der Regel einen guten Querschnitt der aktuellen marktüblichen Zinsen auf, jedoch hat kein Antragsteller einen Anspruch auf Gewährung dieser Zinsen. Ist die Bonität des Kunden schlecht, beispielsweise weil frühere Darlehen nicht ordnungsgemäß bedient wurden, nützt auch das niedrigste Zinsniveau nichts, denn die bezogene Bank oder das Kreditinstitut wird sich die Kreditausfallwahrscheinlichkeit in der Regel teuer bezahlen lassen.

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